Wertpapier

Ein Wertpapier ist eine Beteiligung an einem Unternehmen oder ein Schuldverhältnis in Schrift- oder Papierform. Es verbrieft ein Recht und ist in der Form einer Urkunde festgehalten.

 

Was ist ein Wertpapier?

Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikate – ein Wertpapier wird in verschiedener Form ausgegeben. Wertpapiere stammen aus einer analogen Zeit. Die Wertpapier-Urkunde bescheinigte seiner Inhaberin ein Recht gegenüber Dritten. So konnte jede Person seine Rechte belegen.

Heute sind Wertpapiere (fast vollständig) in der digitalen Welt angekommen. Ein Wertpapier muss nach aktueller Rechtslage noch in Papierform zur Verfügung stehen. Das bedeutet, dass eine Globalurkunde (auch Sammelurkunde genannt) verbrieft und physisch im Safe eines Zentralverwahrers hinterlegt wird.

Diese Globalurkunde verbrieft einheitlich die Rechte der Wertpapier-Inhaber:innen. Die Globalurkunde ist ist bei einer digitalen Stelle (Clearing) hinterlegt. Die Inhaber:innen eines Wertpapiers haben nicht mehr eine Urkunde, sondern einen elektronischen Nachweis. Das ermöglicht einen wesentlich einfacheren Handel.

Wertpapiere werden vor allem an den Kapitalmärkten gehandelt. Sie sind für Unternehmen eine Möglichkeit der Kapitalbeschaffung und für Anleger:innen eine Vermögensanlage. Wertpapiere wie Aktien werden z. B. initial am Primärmarkt von Unternehmen ausgegeben. Anschließend gehen sie auf den Sekundärmarkt über, wo Investor:innen mit ihnen an der Wertpapierbörse handeln.

 

Welche Wertpapier-Arten gibt es?

Ein Wertpapier kann unterschiedlich ausgestaltet sein. Dazu zählen unter anderem:

  • Aktien: Aktionär:innen haben das Recht auf eine Mitgliedschaft in einer Aktiengesellschaft und sind Mitinhaber:innen des Unternehmens. Sie erhalten neben einer Dividende auch ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung des Unternehmens.
  • Fonds: Ein Fonds bündelt Einzeltitel. Anleger:innen kaufen Anteile an Fonds und nicht alle Aktien oder Anleihen einzeln.
  • Zertifikate: Bei Zertifikaten hängt der Preis von der Entwicklung ihres Basiswerts ab. Dabei handelt es sich um Schuldverschreibungen der Bank, die die Zertifikate ausgibt.
  • Anleihen: Anleihen sind verzinsliche Wertpapiere. Sie sind auch unter den Begriffen Schuldverschreibungen, Obligationen oder Bonds bekannt. Die Inhaber:in einer Anleihe überlässt dem Unternehmen (Emittent:in) für einen bestimmten Zeitraum eine Summe und erhält eine regelmäßige (feste oder variable) Zinszahlung.

 

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