Vermögensanlagengesetz

Das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) findet seine Anwendung bei Vermögensanlagen, die in Deutschland öffentlich angeboten werden. Die wichtigste Aufgabe des Gesetzes ist der Schutz von Anlegern vor Kapitalmarktbetrug.

Anwendung des Vermögensanlagengesetz

Das Gesetz über Vermögensanlagen wird bei Vermögensanlagen angewendet, die im Inland angeboten werden. Darunter fallen:

  • Anteile, die Anleger an der Beteiligung am Unternehmensergebnis gewähren
  • Anteile an einem Treuhandvermögen
  • partiarische Darlehen
  • Nachrangdarlehen
  • Genussrechte
  • Namensschuldverschreibungen
  • Anlagen, die eine Verzinsung und Rückzahlung im Tausch gegen Kapital ermöglichen.

Die Rolle des Kleinanlegerschutzgesetzes innerhalb des VermAnlG

Das 2015 erlassene Kleinanlegerschutzgesetz hatte insbesondere Auswirkungen auf das Vermögensanlagengesetz. Dort wurden erstmals Finanzprodukte des Grauen Kapitalmarkts wie Schwarmfinanzierungen rechtlich geregelt. Damit wurden alternative Finanzierungsinstrumente erstmals in einen regulatorischen Rahmen gebettet. Sie stehen seither unter der Aufsicht der BaFin. Zwar gilt in Deutschland für alle Vermögensanlagen generell eine Prospektpflicht, doch für Crowdfunding gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen, bei der die Prospektflicht entfällt. Im Juli 2019 wurde das Kleinanlegerschutzgesetz evaluiert. Die wichtigsten Änderungen:

  • Emittenten dürfen nun bis zu sechs Millionen Euro prospektfrei pro Jahr einsammeln. Tilgungen oder nicht platzierte Emissionsvolumina werden bei dem Maximalvolumen nicht berücksichtigt.

  • Genussrechte sind als eigenkapitalähnliches Finanzinstrument zur Nutzung erlaubt.

  • Privatanleger dürfen maximal 25.000 Euro pro Emittent investieren.

  • Emittenten müssen der BaFin die Beendigung des Angebots sowie die vollständige Tilgung der Vermögensanlage unverzüglich schriftlich oder elektronisch mitteilen.

Eine umfassende Übersicht haben wir Ihnen hier aufgestellt.

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