Venture Capital (VC)

Vor allem für Start-ups und junge Unternehmen ist Venture Capital oder Wagniskapital einer der wichtigsten Formen der Kapitalbeschaffung. Doch was versteht man darunter? Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Risikofinanzierungen wissen müssen.

Was ist Venture Capital?

Venture Capital (VC) bezeichnet eine Investmentinstrument, das zur Finanzierung von Unternehmen eingesetzt wird. Es wird auch Wagniskapital oder Risikokapital genannt. Der Begriff Venture Capital kommt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet Risikokapital oder Wagniskapital. Diese Kapitalart wird – unter Verlustrisiko – zumeist in junge Unternehmen oder Start-ups investiert. Dafür gibt es spezielle Venture-Capital-Fonds, die sich auf diese Art der Investition spezialisiert haben. Zu den bekanntesten VC-Investoren gehören beispielsweise Peter Thiel, die Samwer-Brüder,  Andreessen Horowitz oder Earlybird Ventures.

Venture Capital stellt keinen Kredit dar. Es ist eher eine Investition in die Zukunft und die Hilfe, dass sich die Unternehmensidee und das Geschäftsmodell entwickeln kann. Der VC wählt seine Investments deshalb auch mit Bedacht aus. Vorab erfolgt eine genaue Prüfung des gesamten Unternehmens, des Geschäftsmodells sowie aller Prozesse und Strukturen, soweit vorhanden.

Welche Risiken gibt es beim Wagniskapital?

Finanzierungen über VC sind mit einem hohen Risiko verbunden. Es besteht das Risiko, dass das gesamte Investment verloren gehen kann. Allerdings auch die Chance, sein Investment bei einem Verkauf um ein Vielfaches zu steigern.

Eine VC-Investor gibt aber in der Regel nicht nur Kapital, sondern auch strategische und ideelle Unterstützung für das Unternehmen. Er ist selbstverständlich daran interessiert, dass sich sein Investment auszahlt. Kapitalgeber im Bereich Venture Capital sind daher wichtige Impulsgeber und Partner für Wachstumsunternehmen, die sich in der Entwicklung befinden.

Ein VC-Investor steigt in verschiedenen Phasen (auch Stages genannt) in ein Start-up mit ein:

  • Seed-Finanzierung: Das Start-up befindet sich noch in der Anfangsphase, evtl. ist es noch gar nicht am Markt. Hier besteht für den VC das höchste Risiko.
  • Early-Stage-Finanzierung: Das Start-up hat sein Produkt entwickelt und geht damit an den Markt. Es baut Prozesse und Strukturen auf.
  • Later-Stage-Finanzierung: Das Start-up beweist, dass das Produkt und Geschäftsmodell funktioniert. Es geht nun um Expansion.
  • Exit: Die letzte Stage für die Risikokapitalgeber. Die ursprünglich erworbenen Anteile verkauft der VC wieder – entweder an die Gründer oder an einen anderen finanzstarken Investor.
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