Sekundärmarkt

Der Sekundärmarkt (engl. Secondary Market) bringt Wertpapiere in den Umlauf. Investor:innen können damit handeln. Hier erfahren Sie das Wichtigste zum Thema.

 

Was ist der Sekundärmarkt?

Der Sekundärmarkt ist Teil des Kapitalmarkts und komplementär zum Primärmarkt. Er wird auch Umlaufmarkt genannt, da dort der Handel mit Wertpapiere stattfindet, die zuvor auf dem Primärmarkt gelangten. Die Wertpapiere werden zudem ständig bewertet und börslich gehandelt. Außerbörslicher Handel findet beispielsweise mit Basiswerten wie Devisen, Edelmetallen, Swaps oder Derivaten statt.

 

Welche Funktion hat der Sekundärmarkt?

Der wichtigste Sekundärmarkt ist die Wertpapierbörse. Hier trifft Kapitalangebot auf Kapitalnachfrage. Die Börse regelt dieses Zusammentreffen. Er ist am weitesten entwickelt und organisiert. Anleger:innen handeln mit ihren Wertpapieren, wodurch ein Kapital- und Besitzaustausch stattfindet. Eine Investorin verkauft ihre Aktien an einen Investor, um Gewinne zu erzielen.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen (Emittent) hat im Rahmen eines Initial Public Offerings (IPO) erstmalig Aktien am Primärmarkt emittiert (Emission).

Investorin A hat sich beim IPO Aktien zum Wert von 10 Euro pro Aktie (Emissionsrendite) gekauft. Der Kurs wurde vorab von den Erstbesitzern, den Banken („Market Maker“), festgelegt. Nun verkauft sie die Aktien nach einer bestimmten Zeit wieder an Investor B für 15 Euro pro Aktie (Umlaufrendite) weiter. Damit macht sie einen Gewinn von 5 Euro pro Aktie.

Das Unternehmen, das die Aktien im Rahmen des IPO ausgegeben hat, partizipiert allerdings nicht an diesem Gewinn. Es deckt lediglich seinen Kapitalbedarf mittels IPO.

Über den Handel mit Wertpapieren am Umlaufmarkt definiert sich der Börsenwert des Unternehmens – eine wichtige Kenngröße für Investor:innen. Die erzielten Umsätze am Sekundärmarkt sind in der Regel höher als am Primärmarkt.

Damit der Sekundärmarkt reibungslos und rechtskräftig funktioniert, sind einige Regeln zu beachten. Insbesondere die Informationspflicht der Emittenten (Regelpublikationen wie etwa Jahresabschluss ooder Ad-hoc-Mitteilungen) haben elementare Bedeutung.

Die wichtigsten Merkmale des Sekundärmarkts 

  • Handel von Wertpapieren nach deren Markteinführung
  • Regelt Kapitalangebot und -nachfrage
  • Nimmt Preisanpassungen vor
  • Investor:innen agieren auf dem Sekundärmarkt, Unternehmen auf dem Primärmarkt

 

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