Genossenschaftsanteile

Was sind Genossenschaftsanteile?

Bei Genossenschaftsanteilen werden, wie der Name es bereits verrät, von Genossenschaften Anteile ausgegeben. Dies verhält sich ähnlich wie Unternehmen an der Börse Aktien ausgeben. Es gibt hierbei jedoch einen kleinen Unterschied: Im Gegensatz zu den liquiden Aktien, die Wertschwankungen unterliegen, sind Genossenschaftsanteile vom schnellen Handel ausgeschlossen, um ihre Genossenschaftsmitglieder wirtschaftlich abzusichern. Um dies zu erreichen, werden in der Regel Fristen gesetzt, während dieser Anteile nicht verkauft werden können. Dies verhindert Spekulationen. Das Geld wird somit langfristig in eine Genossenschaft investiert. Um einer Genossenschaft teilzuhaben muss ein Antrag auf Mitgliedschaft gestellt werden.

Wo kann man Genossenschaftsanteile erwerben?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Genossenschaftsanteile können im Grunde von jeder eingetragenen Genossenschaft, nach erfolgtem Eintritt, erworben werden. Eine gute Übersicht bietet der Genossenschaftsverband. Hier können diverse Genossenschaften gefunden werden, je nach Ausrichtung. Die bekanntesten Arten von Genossenschaften sind Bankgenossenschaften und Wohnungsbaugenossenschaften.

Was kostet ein Genossenschaftsanteil?

In der Regel liegen die Preise für Genossenschaftsanteile lang bestehender Genossenschaften zwischen 50 und 3.000 Euro. Bei Genossenschaften, die noch relativ jung sind, können die Preise höher ausfallen, da am Anfang Kapital fehlt. Hier können die Kosten 5-Stellig werden. Die Preise für Anteile variiert zudem je nach Branche.

Wann werden Genossenschaftsanteile zurückgezahlt?

Dies unterscheidet sich je nach unterschriebener Satzung. In der Regel werden die Gelder nach Austritt des Mitglieds verzinst zurückerstattet. Die Rückzahlung kann jedoch bis zu zwei Jahre dauern, je nach Vertrag.

Sind Genossenschaftsanteile eine gute Geldanlage?

Genossenschaftsanteile bieten meist verhältnismäßig hohe Dividenden und gut verzinste Sparpläne bei geringen Anlagerisiken. Es wird ein hoher Wert auf Transparenz gelegt und Mitglieder erhalten Mitbestimmungsrechte. Zudem fallen Kapitalanlagen auch hier unter die europäische Einlagensicherung bis 100.000 Euro, im Fall einer Insolvenz.

ABER:

Häufig gibt es Maximalhöhen bei der Anlage und Anteile sind illiquide und können nicht auf sekundärem Weg verkauft werden. Hierfür ist stets eine Kündigung notwendig. Teilweise kommt es zu Nachschusspflichten und/oder Eintrittsgebühren. Zudem wird die Dividende aus dem Gewinn der Genossenschaft gezahlt und ist somit unter Umständen nicht garantiert.

 

Fazit:

Genossenschaftsanteile sind eine Form der solidarischen Beteiligung an Genossenschaften. Hierbei steht der Gedanke der sozialen, kulturellen oder ökologischen Beteiligung im Vordergrund und nicht die reine Geldanlage. Wer auf der Suche nach gut verzinsten aber weniger Mitglieds-orientierten Geldanlagen ist, sollte sich näher über das Thema Crowdinvesting informieren.

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