Fonds

Ein Fond ist wie eine Art Geldtopf, in den viele Investoren Kapital einbezahlen. In diesem Topf wird das Kapital gebündelt und am Kapitalmarkt investiert. Fonds können durch Beiträge, Spenden oder staatlich finanziert werden. Teilweise wird die Bezeichnung „Fonds“ auch auf die Institution bezogen, die die Geldmittel verwaltet, zum Beispiel beim Internationalen Währungsfonds. 

Fonds-Arten

  • Investmentfonds zur Geldanlage wie z. B. Aktienfonds, Immobilienfonds oder Hedgefonds 
  • Staatsfonds: staatliche Kapitalanlage 
  • Einlagensicherungsfonds der Banken zur Sicherung der Kundeneinlagen 
  • Gesundheitsfonds: zentraler Fonds zur Verwaltung der Krankenversicherungsbeiträge 
  • Streikfonds der Gewerkschaften 
  • Kirchenbaufonds zum Bau oder zur Sanierung eines Kirchengebäudes 
  • Zwischenstaatliche Fonds zur Klimafinanzierung 
  • Fonds des öffentlichen Rechts, eine Rechtsform in Österreich 

 Wie funktioniert ein Fonds? 

Oftmals wenn man über einen Fonds spricht, ist ein Investmentfonds gemeint. Ein (offener) Investmentfonds sammelt das Geld vieler Anleger ein und verteilt es je nach Fondsstrategie auf viele Anlagen wie z. B. Aktien, Anleihen oder Immobilien. Bei sogenannten „aktiven“ Fonds übernimmt das ein Fondsmanager. Bei Indexfonds (bilden einen bestimmten Börsenindex möglichst exakt nach) gibt es keinen FondsmanagerDiesETF werden auch „passive“ Fonds genannt. Bei geschlossenen Fonds wird in der Regel in Sachwerte wie beispielsweise ImmobilienFlugzeuge oder in Unternehmensbeteiligungen investiert. Die Fondsgesellschaft gibt es nur für eine begrenzte Zeit und oft auch nur für einen begrenzten Gesamtbetrag Fondsanteile aus. Sind alle Anteile verkauft, investiert sie das eingesammelte Geld entsprechend den Anlagevorgaben des Fonds. 

Das Kapital der Anleger verbleibt grundsätzlich im Fonds bis die vereinbarte Laufzeit endet. Danach wird der Fonds abgewickelt, seine Anlagen wiederverkauft und der Anleger erhält den aktuellen Gegenwert seines Anteils. Vor Abwicklung kann er seine Anteile ggf. über die Börse (Zweitmarkt) verkaufen. 

 Vorteile

Ein Vorteil besteht in der Risikostreuung, da nicht nur in eine Aktie (Aktienfonds) oder in eine Anleihe (Rentenfonds) investiert wird, sondern in viele. 

Ein Fondsanteil ist für den Anleger so ähnlich wie eine Aktie haben, da der Anleger entsprechend seiner Anteile an der Wertentwicklung des Fonds teilnimmt und ausgezahlt wird. Jedoch ist der Anleger mit einem Fondsanteil an einer Vielzahl von Aktien beteiligt, nicht an einer einzelnen.  

Nachteile

Bei der Verwaltung entstehen in der Regel Kosten, die den Anlegern in Rechnung gestellt werden und die Rendite schmälert. Zusätzlich dazu ist in der Regel beim Kauf von Fondsanteilen ein Ausgabeaufschlag fällig, weshalb Investmentfonds sich nicht als kurzfristige Kapitalanlage eignen. 

Ein weiterer Nachteil von Investmentfonds ist das langjährige Genehmigungsverfahren, das verhindert, dass dieser kurzfristig auf Trends reagieren kann. 

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