Anleger

Was ist ein Anleger?

Ein Anleger (auch Investor, Kapitalanleger oder Kapitalgeber genannt) investiert sein Kapital auf dem Finanzmarkt in Finanzprodukte. Ziel seiner Investition ist die Vermehrung seines Kapitals, die in der Regel langfristig ausgelegt ist. Nach dem deutschen Kapitalanlagengesetzbuch (KAGB) unterscheidet man zwischen Privatanlegern, die zumeist nur kleinere Kapitalbeträge investieren, und institutionellen Anlegern, die professionell am Finanzmarkt tätig und in der Lage sind, große Summen zu investieren. Anleger sind Teil des Kapitalmarkts und des Wirtschaftskreislaufs. Sie können am öffentlich zugänglich Teil des Kapitalmarkts agieren (Sekundärmarkt der Börse) oder im Bereich des privaten Kapitalmarkts (Primärbereich).

Üblicherweise entscheidet sich der Anleger für die Kapitalanlage, die für seine Präferenzen das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite aufweist. Je höher die Rendite, desto höher ist auch das Risiko und umgekehrt. Bei einer Rendite von 10 % ist das Risiko entsprechend höher, als bei einer Rendite von 2,5 %. Doch vielen Anlegern kommt es nicht mehr alleine darauf an, weil sie sich zunehmend auch anderen Kriterien und Anlageformen zuwenden. Hierbei spielen längst nachhaltige, soziale und ökologische Aspekte (ESG-Kriterien) eine große Rolle. Eine Möglichkeit für Anleger ihr Kapital zu investieren ist direkt in Aktien an der Börse oder über Finanzkonstrukte wie Fonds oder Alternative Investmentfonds, wobei es eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten gibt.

Welche Anleger Typen gibt es?

Investoren kann man grob in vier verschiedene Typen unterscheiden. Diese legen jeweils Ihren Schwerpunkt anders.

1. Substanz-orientiert

Für diesen Investor spielen die Aspekte Sicherheiten und garantierte Erträge die wichtigste Rolle, wofür er auf hohe Renditen verzichtet. Wichtiger ist es, dass das eingesetzte Kapital nicht verloren geht. Er investiert sein Geld in Tagesgeld, Sparbuch, Bausparverträge oder Bundeswertpapiere.

2. Ertrags-orientiert

Sicherheit spielt hier zwar eine Rolle, jedoch ist ihm auch ein gesichertes Zinseinkommen wichtig. Für höhere Renditen nimmt er auch Risiken und Kursschwankungen in Kauf, weil er ertragsorientiert ist. Er investiert sein Kapital in Rentenfonds oder festverzinsliche Wertpapiere.

3. Wachstums-orientiert

Sicherheit spielt nur eine untergeordnete Rolle für diesen Typ. Sein Zinsniveau übersteigt übliche Renditechancen. Neben sicheren Erträgen werden auch Chancen aus Kurs- und Währungsgewinnen genutzt. Er investiert sein Kapital in Aktien von Indizes wie beispielsweise dem deutschen DAX oder dem amerikanischen Dow Jones sowie in breit aufgestellten ETFs.

4. Chancen-orientiert

Sicherheit spielt für ihn kaum bis gar keine Rolle. Dieser Anleger spekuliert vielmehr auf höhere Kurs- und Währungsgewinne mit maximalem Ertragsniveau. Hierbei investiert dieser sein Kapital weltweit in Aktien, Derivate oder Optionen.

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