Agio

Wie viele Begriffe aus der Finanzbranche stammt Agio aus dem Italienischen und bedeutet in etwa „Spielraum“ oder „Bequemlichkeit“. Dieser Spielraum bedeutet einen Aufschlag, den Kreditnehmer oder Anleger bezahlen müssen.

Wie ist ein Agio definiert?

Wer Geld ausleiht oder anlegt, der muss dafür bezahlen. Egal, ob es sich dabei um einen Kredit, Fonds oder Aktien handelt. Dabei ist oft von einem einmaligen Aufschlag die Rede. Dieser Aufschlag, oder auch Aufgeld genannt, wird als Agio bezeichnet. Er wird in Form von Zinsen oder Gebühren aufgeschlagen.

Wer verlangt einen Aufschlag?

Wenn ein Kunde sich bei einer Bank Geld leiht, verlangt das Geldhaus ein Agio. Das ist eine Möglichkeit Geld zu verdienen. Bei Fonds fungiert das Agio als eine Art Vertriebsgebühr. Meist verlangen Fondsgesellschaften die Zahlung eines Ausgabeaufschlags, der zwischen 2 bis 5 Prozent der Kaufsumme betragen kann. Es kommt daneben bei Emissionen von Aktien und Anleihen vor. Wenn Unternehmen Aktien mit einem Agio emittiert, dann hat es diesen Aufschlag in die Kapitalrücklagen einzustellen. Wie hoch dieser Aufschlag ist, bestimmen die Emittenten selbst. Beim Devisenhandel zwischen zwei Banken tritt ein Agio auf. In diesem Fall ist es die Differenz zwischen Kaufpreis und Leitkurs.

Der Disagio

Wo es einen Aufschlag gibt, gibt es auch einen Abschlag. Dieser wird Disagio genannt. Beispielsweise zahlt der Investor für einen Unternehmensanteil nur 90 Prozent des Preises. Der Disagio beträgt also 10 Prozent. Dennoch wird die Anleihe zu 100 Prozent getilgt, somit ist der Abschlag einen Gewinn für den Anleger und erhöht seine Rendite.

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